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Top Secret: Speakeasys sind Kult unter Nachtschwärmern


Es ist einfach, daran vorbeizulaufen. Nur das für diesen Ort ungewöhnliche Neonschild gibt einen Hinweis darauf, dass hier in Paris in Nähe des Place de la Republique mehr sein könnte als ein Waschsalon. Und tatsächlich: Hinter der Fassade einer mannshohen Waschmaschine verbirgt sich eine Treppe in den ersten Stock zur „Lavomatic“, einer Speakeasy-Bar, die ganz so geheim schon lange nicht mehr ist. Die Trinktour geht weiter zur fußläufig 10 Minuten entfernten „Little Red Door“, die wie der Name verrät, hinter einer kleinen roten Tür versteckt ist. Nochmal 2 Minuten weiter betritt man durch eine unscheinbare Tür neben dem Herd eines mexikanischen Taco-Imbiss das Margarita-Paradies „Candelaria“. Bei Gründung 2011 war diese Bar die erste echte Speakeasy-Bar in Paris.

Als Speakeasy wurden in den USA der 1920er Jahre Bars bezeichnet, die während der Prohibition hochprozentige Drinks ausschenkten, begleitet durch Musik, Tanz und ausgelassene Lebensfreude. Bekanntheit erlangten die Bars nur über diskrete Empfehlungen. Daher auch der Name Speakeasy, was soviel wie Flüsterkneipe heißt. Als Trend in der Barszene haben sich die geheimen Bars seit einigen Jahren etabliert, die Auswahl wächst und reicht von Hamburg und Berlin, über Paris und London bis nach Bangkok und Singapur.

Erfunden wurden Speakeasy-Bars in Chicago oder New York, so genau lässt sich das nicht sagen - sie waren ja geheim. Die „Back Room Bar“ in Lower East Side in New York ist jedenfalls eine von zwei Bars, die es schon zu Zeiten der Prohibition gab. Der Big Apple ist immer noch der Speakeasy-Hotspot und die heute vielleicht bekannteste der geheimen Bars, die eben darum ihren Geheimstatus schon lange verloren hat, ist „Please don’t tell“. Zugang ist eine Telefonzelle in einer Hot Dog-Kellerbude im East Village.

Wenn über Szene-Trends gesprochen wird, darf London nicht fehlen. Das hippe Künstlerviertel Shoreditch ist das Epizentrum der Speakeasys. Im „Callooh Callay“ geht’s durch einen Kleiderschrank die Treppe hoch ins „Jub Jub“, in den „Looking Glass Cocktail Club“ gelangt man durch einen Wandspiegel und wer die Filiale der Breakfast Club-Kette in der Artillery Lane besucht, muss das Codewort „I came here to see the Mayor“ kennen. Wenn’s klappt, öffnet sich der Kühlschrank und man betritt „The Mayor of Scaredy Cat Town“. Was es alles gibt! Und noch viel mehr davon: in London, New York, Paris und überall auf der Welt.


Neu im THE RITZ-CARLTON VIENNA

Wieviel darf verraten werden in einem Artikel über eine geheime Bar? Nur so viel: Ein Gespräch mit dem Personal der Pastamara - Bar con Cucina im The Ritz-Carlton, Vienna bringt einen weiter auf der Suche. Denn wo sich die am 29. April 2022 eröffnete Speakeasy-Bar "Suite Marnier" im Hotel versteckt, gar wie das Passwort für den Zutritt lautet, das wird nicht öffentlich preisgegeben. Natürlich nicht - Flüsterkneipen umgibt die Aura des Exklusiven, nicht für Jedermann Zugänglichen. Nun birgt also auch das The Ritz-Carlton, Vienna als erstes Hotel in Österreich das Geheimnis einer gut versteckten Bar. Sie ist geöffnet von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 18:00 bis 24:00 Uhr und empfängt ihre Gäste mit dem Lebensgefühl der Roaring Twenties, klassischen Cocktails der Speakeasy-Ära der 1920er Jahre und Neuinterpretationen der Bartender des the Ritz-Carlton, Vienna.


(Text airtours)




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